Abstimmung über Sportstadion in Liwingen

(str) – Am Mittwochnachmittag befasste sich der Gemeinderat Roeser auch mit dem in Liwingen geplanten Bau des neuen nationalen Fußballstadions. Die Kommunalpolitiker sollten dabei auch über die Abänderung des Flächennutzungsplanes entscheiden.

Allerdings kam es rasch zu einem Eklat. Im Gemeinderat zeigte sich nämlich, dass es in Sachen Besitzverhältnisse eine ganze Reihe ungeklärte Fragen gibt. Mehrere Grundstücke gehörten – so die lokale CSV in der Sitzung- nämlich der Familie einer LSAP-Schöffin. Die Schöffin hätte demnach nicht über den Flächennutzungsplan mit befinden dürfen.

Die CSV hat in der Sitzung beantragt, die Abstimmung über das Sportstadion bis zur Klärung der Besitzverhältnisse von der Tagesordnung zu nehmen. Der Schöffenrat hat dies allerdings abgelehnt. Der Distriktskommissar ist eingeschaltet.

Nach knapp 45 Minuten wurde die Sitzung wieder aufgenommen. Der Distrikskommissar solle dem Bürgermeister zufolge entschieden haben, dass die Abstimmung sehr wohl stattfinden könne. Der Grund: Die Schöffin sei in der Sitzung ohnehin abwesend und nehme daher auch nicht am Votum teil.

Die drei CSV-Räte verließen daraufhin aus Protest den Saal. Mit fünf LSAP-Stimmen wurde der Flächennutzungsplan gutgeheißen. Das unabhängige Ratsmitglied enthielt sich.

Eigentlich dürfte damit der Weg für das neue Stadion frei sein. Ein möglicher Prozedurfehler könnte diesen Fortschritt aber erneut bremsen.

http://www.wort.lu/wort/web/letzebuerg/artikel/2011/09/162033/eklat-in-roeser.php

(source: www.wort.lu, 21. September 2011)