Die Entwürfe der sektoriellen Pläne der Landesplanung, welche die Bereiche Mobilität, Wohnen, Aktivitätszonen und Landschaftsschutz betreffen, haben landesweit zu einer größeren Debatte geführt. Auch in der Gemeinde Roeser mit über 300 Reklamationsschreiben.
WOHNEN
Einerseits ist unsere Gemeinde als „commune complémentaire“ eingestuft, andererseits wurde seitens der Regierung ein „projet d’envergure“ in Berchem/Bivingen (Fenneken) ausgewiesen auf einer Gesamtfläche von 21.56 Ha.
In einer gemeinsamen Arbeitssitzung zwischen der Fraktion der CSV mit ihren Vertreterinnen im Gemeinderat, Suzette Dostert (1. Schöffin) und Marianne Pesch und dem Koalitionspartner LSAP stellte sich heraus, dass auf beiden Seiten die Vorbehalte zum Projekt „Fenneken“ gleich groß waren.
Bei einem Bauvorhaben mit einem solchen Ausmaß stellen sich u.a. Fragen über die Nebeneffekte hinsichtlich des notwendigen Infrastrukturausbaus (Schulen, Straßen, Anschluss an das Kanalnetz, usw.)
LANDSCHAFTSPLAN
Natur-und Umweltschutz sollen oberstes Gebot sein, müssen aber auch Hand in Hand gehen mit der Wirtschaft, dem Wohnungsbau, der Landwirtschaft und dem Bau notwendiger Infrastrukturen.
Die CSV bemängelt, dass im sektoriellen Landschaftsplan die landwirtschaftliche Nutzung der Flächen hinsichtlich der Herstellung von Lebensmitteln kaum erwähnt wird.
Den Hauptakteuren in den Grünzonen, den Landwirten, muss ein gewisses Maß an Planungssicherheit bleiben betreffend ihrer Tätigkeit und ihren Hofstellen.
Der Versuch, eine gemeinsame Position zu den sektoriellen Leitplänen zwischen den vier Parteien, die im Gemeinderat vertreten sind, auszuarbeiten, schlug leider fehl, sodass die Position des Schöffen- und Gemeinderates von drei Parteien getragen wird.
Der für die CSV wichtigste Punkt betrifft sicherlich den Wohnungsbau:
10% Wachstum der Haushalte verteilt über 12 Jahre und dies verstreut über sämtliche Ortschaften der Gemeinde und nicht nur auf „Fennecken“!
Marianne Pesch-Dondelinger – CSV Gemeinderätin
Op de Punkt – Dezember 2014